Biographie

Johannes Lamprecht, geboren 1998 in Koblenz ist als Organist seit einigen Jahren an bedeutenden Konzertstätten wie dem Konzerthaus Berlin und dem Bremer Dom zu Gast. Seine besonderen Interessen sind die Musik des 19./20. Jahrhunderts und der zeitgenössischen Avantgarde mit einem Schwerpunkt auf den Orgelwerken Max Regers und Olivier Messiaens. 2019 bearbeitete er die Ouvertüre zur Operette "Die Fledermaus" von Johann Strauß für Orgel, welche er 2021 zusammen mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, György Kurtág und Max Reger im Frühjahr 2021 in der Berliner Kirche Corpus Christi an der historischen Steinmeyer-Orgel (1925) aufnahm. Anlass dazu war der 1. Preis des Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerbs 2019, in dem die Produktion einer CD mit inbegriffen war.

Zu Johannes Lamprechts prägendsten Dozent*innen im Fach Orgel zählt er Margareta Hürholz, mit der er sich als Jungstudent der Hochschule für Musik und Tanz Köln ein großes Konzertrepertoire aufbaute; ebenso Bernhard Haas, der seit 2017 sein Professor an der Musikhochschule München ist.

Spätestens seit Beginn des Kirchenmusikstudiums wendet sich Johannes Lamprecht immer mehr der Chorleitung zu. Dort sind es vor allem die Vokalwerke der Renaissance und des Frühbarock, die derzeit seine Aufmerksamkeit anziehen, genauso wie die Motetten und Oratorien von Johann Sebastian Bach, denen er sich als Assistent von Hansjörg Albrecht beim Münchener Bach-Chor voll und ganz widmen kann. Zu dieser Assistenz wurde er 2022 als Nachfolger von Johanna Soller berufen. Neben Unterricht bei Peter Kofler und Andreas Herrmann sind es vor allem die Eindrücke von Martin Steidler, die ihn in seinem Verständnis von Chordirigat und Probenmethodik seit Beginn seiner Zeit im Madrigalchor der Münchner Musikhochschule bis heute beeinflussen.

Müsste Johannes Lamprecht die drei für ihn prägendsten Werke benennen, wären dies die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach, The Armed Man von Karl Jenkins und der Lobgesang von Felix Mendelssohn Bartholdy.